Seit 2010 beschäftigt sich das Institut für Hochfrequenztechnik mit der Satellitenkommunikation. Die Projekte und Forschungen beziehen sich auf geostationäre Nutzlasten, Cubesats, große entfaltbare Antennen (LDA) und Bodenstationen.

GeReLEO-SMART

GeReLEO-SMART Innenansicht

Das Verbundfördervorhaben GeReLEO-SMART beinhaltet die Entwicklung und Qualifizierung einer Nutzlast für geostationäre Satelliten. Neben der Neuartigkeit des Systemkonzepts an sich basiert das GeReLEO Multibeam-Antennen-Zielsystem technologisch auf mehreren Innovationen:

  • HF-MEMS-Technologie zur Realisierung des Schaltnetzwerks
  • Einsatz einer PCB-Technologie auf der Basis von Polymer-Softsubstraten zur Realisierung eines planaren Multifeed Array
  • Integration diskreter aktiver und passiver Bauelemente bzw. Chips in den Schichtstapel des planaren Multifeed Array PCB
  • Entwicklung schmalbandiger LNAs (Bandbreite ca. 1...1,5 GHz) zur Minimierung der Rauschzahl
  • Einsatz einer rekonfigurierbaren FPGA-basierten Steuerung für LNAs und MEMS-Elemente zur Minimierung der elektrischen Leistungsaufnahme

Entfaltbare Reflektorantennen

Basierend auf dem Studentenprojekt SpaceSailors wird daran geforscht, leichte und kostengünstige entfaltbare Reflektorantennen zu entwickeln. Ziel ist es, mittels eines zuverlässigen Entfaltmechanismus eine metallisierte Folie im Weltraum zu entfalten. Diese dient als Parabol-Reflektor und stellt damit eine Antenne da.

SMERALDA

Im Jahr 2014 lief unter dem Namen "SMERALDA: Große Entfaltantennen: Technische Machbarkeit, Bedarf und Umsetzungskonzepte für wissenschaftliche Missionen" eine Studie, in der Zusammen mit einer Vielzahl an Partnern aus dem Umfeld der kleinen und mittleren Unternehmen der deutschen Raumfahrtindustrie. Gefördert wurde die Studie vom DLR unter dem Förderkennzeichen 50 RM 1320.

Cubesat

Zusammen mit der FH Aachen baut das IHF den DragSail Cubesat. Ziel dieser Mission ist die In-Orbit Demonstration eines enthaltbaren Bremssegels zur Deorbitierung von Satelliten und entfaltbare Dünnschicht-Solarzellen. Das IHF ist sowohl verantwortlich für die Kommunikationssysteme an Bord des Satelliten als auch für die Bodenstation und die dort betriebene Hard- und Software. Als technologische Neuerung gegenüber anderen Cubesat-Missionen wird in der Funkkommunikation auf moderne Verfahren zur Kanalkodierung gesetzt, welche die nutzbare Datenrate deutlich erhöhen sollen. Der Start des Satelliten ist Mitte 2016 geplant.